Blankenburg – weit weg

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Ich habe nur ein Foto geschossen. Das sagt eigentlich alles über Blankenburg. Es zeigt die alte Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert. Die Straße drumherum heißt Alt-Blankenburg und folgt damit dem üblichen Schema in Berliner Ortsteilen.

Blankenburg ist ein kleiner Ortsteil im Bezirk Pankow, etwa sechs Quadratkilometer Fläche, 7000 Einwohner und 140 Straßen, überwiegend mit Einfamilienhäusern bebaut. Zwischen den einzelnen Bebauungsgebieten jeweils am Ortsrand liegen große Ackerflächen. Damit gibt es in dem Stadtteil praktisch vier nach den Himmelsrichtungen benannte Ortsteile, die ihr Eigenleben führen. Ein neues Wohngebiet für über achttausend Familien ist in der Planung. Sehen kann man davon noch nichts. Auf dem Gelände gab es vor der Wende Baracken der Volkspolizei, in denen Staatsgegner gefoltert und gequält worden. Es gibt gruselige Geschichten, aber es gibt nichts mehr zu sehen. Dennoch gehört das Gelände an der Blankenburger Pflasterstraße zu den „Lost Places“ in Berlin.

Was mir von Blankenburg in Erinnerung bleiben wird, ist der Name des örtlichen Bestattungsunternehmens. Es heißt „Ab unter die Erde“.

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