Lübars/das Dorf

Dieses Mal sollte alles perfekt werden. Ich schaue mir Lübars auf der Karte an und entwickle einen optimalen Gehweg, um alle 58 Straßen in einem Rutsch zu erledigen. Als ich mit dem Entwurf fertig bin, habe ich neun Straßen vergessen. In Ordnung. Die füge ich jetzt an den betreffenden Stellen ein und versehe sie mit…

Wittenau/wie Reinickendorf

Damit ist alles gesagt. Wittenau ist der Wurmfortsatz von Reinickendorf. Man merkt es nicht, wenn man von einem Stadtteil in den anderen geht. Wohnsiedlungen weit und breit. Aber das Bezirks-Rathaus von Reinickendorf, das ich lange gesucht habe, steht hier. Besonders hervorzuheben ist die Küche im Ratskeller. Denn anders als in allen anderen Ratskellern gibt es…

Hermsdorf/tut gut

Heute ist alles gut. Es ist ein warmer Oktobertag. Die Sonne scheint durchgängig, und ich bin in Hermsdorf. Gleich beim Aussteigen aus der S-Bahn sehe ich dieses hübsch sanierte Bahnhofsgebäude, eine Seltenheit in Berlin. Und wenige Minuten danach das erste Cafe und eine Vielzahl unterschiedlicher Restaurants mit Angeboten aus allen Ländern der Welt. Ich bin…

Stadtrandsiedlung Malchow/alles gesagt in zwei Worten

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dies ist eine der breiteren Straßen. Es gibt auch ein paar befestigte Straßen, denn sonst würde man den Stadtteil nicht erreichen. Der besteht überwiegend aus Siedlungsbauten und Kleingartenanlagen. Überall stehen feste Häuser mit einem Garten darum. Jetzt im Herbst ist viel zu tun. Überall wird für den herannahenden…

Reinickendorf – Füchse und gute Nacht

Reinickendorf erschließt sich mir nicht. Das bleibt ein fremder Stadtteil. Er gab dem Bezirk den Namen. Er ist sozusagen das Zentrum aller ihm zugeordneten Stadtteile. Ist er aber nicht. Es gibt auch keinen Anhaltspunkt dafür, wo denn das Zentrum sein könnte. Nirgendwo ein Hinweis, nicht einmal das neuhochdeutsche Wort „Center“ auf irgendeinem Schild. Auch kein…

Das Märkische Viertel – jott we de

Eigentlich genügen zwei Sätze, um das Viertel zu beschreiben. Es liegt weit draußen und ist eine typische Bausünde der 1960er Jahre. Das obige Bild ist das einzige, das ich vom Märkischen Viertel gemacht habe. Es gibt einen einfachen Grund. Mehr lohnt sich nicht. Das Märkische Viertel ist eine Ansammlung von sehr hohen Wohnhäuser in Form…

Waidmannslust – Waidmannsheil

An dieser Stelle muss einmal darüber gesprochen werden, was Berlin von anderen Hauptstädten in der Welt unterscheidet. Wenn man an Paris, London oder New York denkt, sieht man die Innenstädte, das pulsierende Leben, stellt sich den Broadway vor oder Piccadilly Circus. Aber nicht die Bronx, die Pariser Vorstädte mit ihrem kriminellen Milieu oder die Londoner…

Westend – Größenwahn

Mit der Olympiade 1936 ist der Größenwahn im Westend eingezogen. In den bis dahin beschaulichen Stadtteil wurde eine große Schneise geschlagen. Das Olympiagelände beherbergt diverse Sportstätten, einen riesigen Aufmarschplatz und entsprechende Verkehrsanbindungen für hunderttausende Menschen, die hier gleichzeitig einfallen können. Was sie gottlob schon lange nicht mehr tun. Frühestens zur Fußball EM im Jahre 2026…

Marzahn – unerwartet

Was ist typisch für Marzahn? Das obige Bild möglicherweise nicht. Aber sind es die nächsten? Viele glauben wahrscheinlich, Marzahn sähe so aus: Aber das stimmt nicht. Wenn es ein solches Hau noch gibt, dann ist es dem Abriss geweiht. Alle anderen sind zwischenzeitlich ordentlich aufgehübscht worden. Mindestens ebenso spannend ist die Frage „Wo ist Marzahn?“….

Schöneweide – Glanz und Schande

Schöneweide gibt es als Stadtteil so nicht. Es gibt zwar noch den alten S-Bahnhof gleichen Namens. Aber die Stadtteile, die zusammen Schöneweide bilden, heißen Oberschöneweide und Niederschöneweide. Sie werden durch die Spree getrennt. Beide Teile sind sowohl rühmlich als auch unrühmlich in die Geschichte eingegangen. Oberschöneweide steht für den Aufschwung des industriellen Zeitalters und für…