Rotes Rathaus/ Mayor´s Red House

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Everything wrong again? Too expensive, out of schedule, looks different than planned? Yes! But it is even worse. Let´s begin.

The famous architect Karl Friedrich Schinkel made a plan in 1817 to enlarge the existing Mayor´s house to give more space for the people, who worked there. Already at that time it was well known, that state employees did not work hard, but multiply fast. But the responsible people wanted to have a more significant plan for a new construction. Already at that time bragadoccio was an important  part of the Berlin government. That was the reason to publish a competition. Many of the most important architects  participated  with various proposals. like Eduard Knobloch, Robert Cremer and Friedrich von Schmidt.  When the final decision had to be made, the authorities found none of the proposals good enough to realize. They also found out, that they should not rely on other people, when they have experts in their own ranks. This is also very special for Berlin: due to their authority , state officers have the  capability to decide with no specific knowledge. This is the way, how airports arise -or not.

At least it was decided, that the city of Berlin has  experienced architects of it´s own and is not depended on external support. The Prussian architect Herrmann Friederich Waesemann was nominated to realize the project.  Waesemann was obviously surprised to receive the job without applying for it, but agreed. In order to achieve the spefications, he copied, what he thought, were the best ideas of the former proposals,, into a new plan.  The decision makers accepted his plan and budgeted three million marks to realize the project.

Waesemann was confrontated to a large number of problems. He had to split the project into many steps. First of all he had to construct a new building to  accomodate the exising staff. Then he had to turn down the old building before he could continue with the completion. It is a kind of a joke, that more than hundred years later the construction of the underground U5 had to be interrupted, because ruins of the old Mayor´s house were  found.

The construction period of the new Mayor´s house was much longer than planned. People had to work in an uncomplete building for the longest time until the year 1869. Finally in 1871 the old building was comletely teared off and rebuildt at park Babelsberg. The total cost ended up at over ten million mark.

By the way. the number of city employees increased so rapidly. Altesdy in the year 1902 there was not enough office space to fit all of them. A second building was planned, constructed and finished in the year 1911 after a construction period of another nine years.

Schon wieder alles falsch gemacht? Zu teuer, zu lange gebaut, sieht anders aus, als geplant? Leider ja. Aber eigentlich kommt es noch schlimmer. Der Reihe nach.

Der berühmte Baumeister Karl Friedrich Schinkel hatte bereits etwa 1817 der Stadt Pläne vorgelegt, wie man das bestehende Rathaus umbauen könne, um so mehr Arbeitsplätze für die Mitarbeiter zu schaffen. Denn schon damals galt: auch wenn die Beamten nicht so viel tun, so vermehren sie sich doch ständig. Aber den Verantwortlichen waren die Pläne zu popelig. Im Bauamt wollte man einen Neubau, der der Bedeutung der Stadt gerecht würde. Größenwahn zeichnete die Verwaltung in Berlin schon immer aus. Also machte man alles richtig und schrieb einen Wettbewerb aus, an dem sich die bedeutendsten Architekten der Zeit beteiligten. Unter ihnen Eduard Knobloch, Robert Cremer und Friedrich von Schmidt. Als es zur Eröffnung der Pläne kam, war aber keiner von denen gut genug nach dem Befinden der Beurteiler. Auch das zeichnet hin und wieder die Verantwortlichen in Berlin aus: Kraft ihres Amtes haben sie ein Urteilsvermögen auch in Belangen, von denen sie keine Ahnung haben. Auf diese Weise werden heute Flughäfen gebaut, oder auch nicht.

Auf jeden Fall entschieden die Juroren, dass die Stadt doch selber fähige Baumeister habe und vergaben den Auftrag freihändig an den preußisch königlichen Baurat Hermann Friedrich Waesemann. Der war wahrscheinlich von der Wahl überrascht und möglicherweise auch leicht überfordert. Also nahm er kurzer Hand die eingereichten Vorschläge, suchte sich aus allen die seiner Meinung nach besten Details heraus und puzzelte daraus seinen eigenen Entwurf zusammen. Urheberschutz war wohl zu der Zeit noch nicht existent. Der Vorschlag  von Waesemann wurde von den Fachausschüssen genehmigt. Zur Realisierung  standen drei Millionen Mark zur Verfügung.

Die Bauarbeiten erwiesen sich als schwierig, da man in Etappen arbeiten musste. Zunächst wurde ein neuer Teil errichtet, damit man die Beamten umsetzen konnte. Danach wurde das alte Rathaus abgerissen und der Rest aufgebaut. Es ist sicherlich ein Treppenwitz der Geschichte, dass die Kosten für den Neubau der U5 sich auch deshalb erhöhten, weil man während der Bauarbeiten auf die Überreste dieses alten Rathauses stieß.  Jedenfalls dauerte wohl auch der Bau des Roten Rathauses deutlich länger, als geplant. Denn während der Bauarbeiten fanden bereits Ratssitzungen und die Stadtverordnetenversammlung statt. Über Jahre arbeiteten die Beamten bei Baulärm und Innenarbeiten. Die Bauarbeiten zogen sich bis 1869 hin und verschlangen mehr als zehn Millionen Mark. Zu einem kompletten Abriss des alten Gebäudes kam es erst 1871. Mit den Steinen des alten Rathauses baute Heinrich Strack dann eine originalgetreue Kopie im Park Babelsberg.

Übrigens hatte sich die Zahl der Beamten bis 1902 bereits so stark vermehrt, dass ein zweiter Bau geplant werden musste. Das Neue Rathaus wurde 1911 nach einer Bauzeit von neun Jahren fertig gestellt.

 

 

 

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